Pressemitteilung vom
31.12.2008
„Stell Dir vor, es
ist Europawahl – und keiner geht hin!“ Angesichts immer wieder
sinkender Wahlbeteiligung keine ganz abwegige Vision, die dem Vorsitzenden der Europa-Union
in Werne, Martin Kersting, große Sorge
bereitet.
Das Neue Jahr 2009 steht
nämlich nicht allein im Zeichen der Wahl des Bürgermeisters und des Stadtrats
sowie des Bundestags. Am 7. Juni sollen die Wähler auch ihre Stimmen für das
Parlament der Europäischen Union abgeben.
„In den 25 Jahren,
seit das Parlament direkt gewählt wird, hat es mehr und mehr an Bedeutung
gewonnen“, blickt Kersting zurück. „Inzwischen ist es neben den
Regierungen der Mitgliedsstaaten ein nahezu gleichberechtigter Partner in der
Gesetzgebung. Doch gleichzeitig haben immer weniger Menschen dem Parlament ihre
Stimme gegeben.“
Damit sich zumindest in
Werne daran etwas ändert, will die Europa-Union die politischen Parteien
ansprechen. „Unsere Anstrengungen, durch Informationsveranstaltungen,
Bildungsangebote und Informationsstände für mehr Interesse in der Bevölkerung
zu sorgen, haben nur eine begrenzte
Wirkung, wenn nicht die politischen Parteien auch vor Ort mit ziehen und ihr
eigenes europapolitisches Profil verdeutlichen“, macht Kersting die
Zielsetzung der Gespräche klar, die er in den nächsten Wochen mit den
Vertretern der arteien führen will. Denn
in den vergangenen Wahlkämpfen habe sich gezeigt, dass nicht europapolitische,
sondern bundespolitische Themen die Wahlkämpfe bestimmten. Und wenn im Neuen
Jahr die Europawahl zeitgleich mit der Kommunalwahl und nur wenige Monate vor
der Bundestagswahl stattfindet, stehe zu befürchten, dass umso mehr sachfremde
Argumente im Europawahlkampf eingesetzt werden.
So plant die Europa-Union
eine Podiumsdiskussion mit Kandidaten der Parteien. Die Vorbereitung hierauf,
so Kersting, biete auch die Gelegenheit,
ein Aktionsbündnis für Europa in Werne ins Leben zu rufen, in dem wichtige
Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter auch der politischen
Parteien, vertreten sind.
Weitere Ansprechpartner
seinen Jugendorganisationen und Schulen denn gerade auch die Jugend, für die
viele Errungenschaften der europäischen Einigung selbstverständlich seien,
müsse von den Vorteilen Europas überzeugt werden.
27.11.2008
Martin Kersting aus Werne
bleibt Vorsitzender des Kreisverbandes Unna der Europa-Union Deutschland. Die
Mitglieder des überparteilichen Verbandes bestätigten ihn einstimmig in seinem
Amt. Ebenso einmütig wählten sie auch Elisabeth Schnarrenberger-Oesterle aus
Lünen wieder zur stellvertretenden Kreisvorsitzenden und sprachen auch Günter
Tesmer ihr Vertrauen als Geschäftsführer und Schatzmeister aus. Beisitzer
wurden Siegfried Hölzner und Dieter God.
Zuvor hatte Kersting in seinem
Rechenschaftsbericht die Aktivitäten im Kreis Unna Revue passieren lassen.Zur
Zeit unternimmt die Europa-Union Anstrengungen, auch in Unna mit einem eigenen
Stadtverband Fuß zu fassen.
Im kommenden Jahr finden am
07.06.2009 – zeitgleich mit den Kommunalwahlen – Wahlen zum
Europäischen Parlament statt. Um die Wähler auf dieses wichtige Datum
hinzuweisen, wird die Europa-Union im Kreisgebiet und vor allem auch in Werne
zahlreiche Möglichkeiten zur Information und Diskussion anbieten. So ist bereits
für den 13.03.2009 eine Fahrt nach Frankfurt mit Besuch der Europäischen
Zentralbank geplant. In Gesprächen mit den Parteien vor Ort will die
Europa-Union darauf hinwirken, dass im Wahlkampf tatsächlich europäische Themen
in den Vordergrund gestellt werden. Daneben bietet die Europa-Union örtlichen
vereinen an, gemeinsam Veranstaltungen mit europapolitischen Themen
durchzuführen.
Auf dieses Thema war zuvor
bereits Wolfram Kuschke eingegangen. Der SPD-Landtagsabgeordnete hatte sich als
neugewählter Landesvorsitzender der Europa-Union vorgestellt und vor allem
seinen Plan zur Verbesserung der Verbandsarbeit des Landesverbandes
hingewiesen.
22.11.2008
Impulse für die
Europa-Arbeit der kommenden Monate, vor allem zur Vorbereitung der Europawahl
im Juni 2009 nahmen Martin Kersting aus Werne
und Günter Tesmer aus Lünen vom Bundeskongress der Europa-Union
Deutschland in Saarbrücken mit. Der Vorsitzende und der Geschäftsführer des
Kreisverbandes Unna der Europa-Union waren als Delegierte des Landesverbandes
in Saarbrücken und erlebten interessante Reden und Diskussionen mit. So warn
der saarländische Ministerpräsident Peter Müller, er Präsident des Europäischen
Parlaments, Prof. Hans-Gert Pöttering, der SPD-Europaabgeordnete Jo Leinen und
der ehemalige Bundesvorsitzende des Bündnis 90/Die Grünen, Reinhard Bütikofer,
Gäste des überparteilichen Verbandes, der sich die Förderung der Europäischen
Einigung auf seine Fahnen geschrieben hat.
„Bei allen
parteipolitischen Unterschieden konnten wir eine bemerkenswerte Übereinstimmung
der Vertreter der verschiedenen Parteien in Europafragen feststellen. Trotzdem
hoffen wir darauf, dass im nächsten Wahlkampf
europäische Themen zum Gegenstand gemacht werden, und die Parteien
hierzu auch unterschiedliche Positionen beziehen“, resümiert
EU-Kreisvorsitzender Martin Kersting. Ein Thema brachte Reinhard Bütikofer
sofort in die Öffentlichkeit: den Vorschlag eine „Europäische
Gemeinschaft für Erneuerbare Energien“ zu gründen. Da dem Bundeskongress
ein ähnlicher Beschluss-Antrag vorlag, wird sich Kersting in nächster Zeit
damit befassen dürfen: Der Antrag wurde dem Arbeitskreis Energie überwiesen,
dem Kersting angehört.
Vor Ort will die
Europa-Union in nächster Zeit verstärkt Gespräche mit Parteien und
Multiplikatoren führen, um auf die Bedeutung der nächsten Europa-Wahl
aufmerksam zu machen und für eine hohe Wahlbeteiligung zu sorgen.

Das Foto zeigt (v.l.): Axel
Schäfer, MdB, Vizepräsident der Europäischen Bewegung Deutschland, EUD-Landesgeschäftsführer
Dr. Pantaleon Giakoumis, Günter Tesmer und Martin Kersting.
20.09.2008
Wolfram Kuschke heißt der
neue Landesvorsitzende der Europa-Union Deutschland/Europäischen Bewegung. Der
SPD-Landtagsabgeordnete aus Lünen mit Wahlreis im Süden des Kreises Unna wurde
am vergangenen Samstag in der Landesversammlung in Brilon zum Nachfolger von
Dr. Heinrich Hoffschulte (CDU)gewählt, der den Landesverband 12 Jahre lang
geleitet hatte. Damit ist die Europa-Union aus dem Kreisgebiet stark im Landesvorstand
vertreten. Neben dem Landesvorsitzenden stellt sie mit Martin Kersting den
Schatzmeister, der mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt wurde. Zudem
wurde Elisabeth Schnarrenberger-Oesterle aus Lünen als Kassenprüferin
bestätigt.
Wolfram Kuschke verfügt
über europapolitische Erfahrungen aus seiner Zeit als Minister für Bunde- und
Europaangelegenheiten des Landes sowie als Mitglied des Regionalausschusses der
EU. Traditionell wechseln sich im Landesverband der überparteilichen
Europa-Union/Europäischen Bewegung Vertreter der großen Parteien im Vorsitz ab.
Als erste Amtshandlung
beantragte der neue Landesvorsitzende, seinen Vorgänger Heinrich Hoffschulte
zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. Hoffschulte, der lange Jahre in Werne als
Stadtdirektor tätig war, gehörte dem Landesvorstand 35 Jahre an.
In einer „Briloner
Resolution“ bekräftigte die Landesversammlung ihr Bekenntnis zu einer
Einigung Europas auf föderaler Grundlage: „Es ist nicht die Vision eines
zentralistischen „Superstaats“, sondern die einer Europäischen
Union, die auf der Grundlage des Prinzips der Subsidiarität aufbaut und sich
auf die Aufgaben konzentriert, die die Kommunen, Regionen und Nationalstaaten
nicht (mehr) allein erfüllen können“,
heißt es in der Resolution.
Zuvor hatte der Präsident
des Europäischen Parlaments, der CDU/EVP-Abgeordnete Prof. Hans-Gert Pöttering
eine flammende Rede gehalten, in der er auf den breiten Konsens an Werten
hinwies, die das Fundament der Europäischen Einigung bilden.

Das Foto zeigt die
Mitglieder des Landesvorstands( v. l.:) Wolfram Kuschke, Landesvorsitzender,
Elisabeth Schnarrenberger-Oesterle, Kassenprüferin, Martin Kersting,
Schatzmeister
10.01.2008
Mit einer doppelt
interessanten Veranstaltung begann die Europa-Union und Europäische Bewegung in
Werne ihr Jahr 2008: Am 10. Januar kam die Europa-Abgeordnete Dr. Renate Sommer
aus Herne nach Werne, um zusammen mit den heimischen Europa-Freunden das
Unternehmen AB Elektronik zu besichtigen und anschließend mit den
Verantwortlichen des Unternehmens wichtige Fragen der Europapolitik zu
diskutieren.
Niemand Geringeres al der
Geschäftsführer des Autozulieferers AB Elektronik begrüßte die Delegation und
gab einen Überblick über die Arbeitsweise des Unternehmens, das die meisten
Beschäftigten in Werne hat. Bei der Führung durch die Betreibsstätten machte er
den technischen Fortschritt im Bereich der Elektronik-Bauteile sowi die damit
verbundenen Kosteneinsparungen deutlich.
„Wir wollen wegkommen
von den reinen Vortragsveranstaltungen mit unseren Europapolitikern“,
erläutert Vorsitzender Martin Kersting das Konzept der Veranstaltung.
„Im Rahmen einer
solchen Besichtigung kann ein echter Informationsaustausch stattfinden, der
allen Seiten nützt.“
Und so freute er sich
besonders auch über die Bereitschaft der Verantwortlichen bei AB Elektronik,
die Europa-Union und die Abgeordnete zu empfangen.
